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nur ein Schulfach.“
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ZEIT LEO 2015

ZEIT LEO Weltretter Wettbewerb - Ideen für eine bessere Welt

Rund 1.800 Schülerinnen und Schüler haben am ZEIT Leo Weltretter Wettbewerb 2014/2015 teilgenommen und viele gute MINT-Ideen eingereicht. Wir stellen die drei Gewinnerklassen vor.

1. Platz: Schönbuchschule Stuttgart

Wer ist denn "Müllotta"?

Marino: Die Ente, die wir entwickelt haben. Sie schwimmt über den See und sammelt mit ihrem Schnabel den ganzen Müll auf.

Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen?

Enese: Wir hatten die Hausaufgabe, aufzuschreiben, was uns an der Welt stört. Und in ganz vielen Antworten kam das Thema "Müll". Zum Beispiel der See in der Nähe unserer Schule, der ist immer sehr dreckig. Das ist schade.

Und wie funktioniert eure Ente genau?

Alexander: Am See steht ein Tisch, von dort aus kann jeder die Ente mit einem Joystick steuern. Sie wird mit Solarenergie betrieben, aber im Tisch sind auch ein paar Ersatzbatterien gelagert.

Hat es euch Spaß gemacht, beim Weltretter Wettbewerb mitzumachen?

Leonie: Ja! Wir haben den See fotografiert, den Müll dort untersucht und überlegt, wie wir die Ente ganz genau bauen müssen, damit sie zum Beispiel auch stehende Flaschen aufsammeln kann. Wir haben sogar eine Firma besucht, die Kabel herstellt, und gefragt, ob es so schwimmende Kabel gibt, wie wir uns das für unsere Ente ausgedacht hatten.

Frau Reichert, was hat Ihnen als Lehrerin Spaß gemacht an dem Projekt?

Ines Reichert: Es war toll, mit der Klasse mal ein Projekt ohne inhaltliche Vorgaben umzusetzen. Da sind ganz vielfältige Ideen entstanden - von der Schule auf Stelzen über ausgefüllte Gummireifen bis hin zu einem Magneten, der Liebesschlösser aus Gewässern hochholt. Für die Kinder war das sicher eine wertvolle Erfahrung, sich auf ein Thema so einzulassen, es zu Ende zu denken, Probleme zu lösen.

2. Platz: Auen-Grundschule Schweinfurt

Frau Behr, wie ist Ihre Klasse auf die Idee gekommen, sich für Slumkinder in Indien zu engagieren?

Daniela Behr: Ich hatte eine Freundin eingeladen, die viel in Indien gereist ist und den Kindern davon erzählt hat - auch von den sogenannten "Müllkindern" dort. Das hat die Kinder tief beeindruckt, sie wollten unbedingt helfen. Neben den vielen technischen und naturwissenschaftlichen Ansätzen hat bei unserem Projekt auch das Soziale eine große Rolle gespielt.

Was waren denn eure Ideen, wie man den Slumkindern in Indien helfen kann?

Felix: Wir hatten ganz viele verschiedene Ideen. Zum Beispiel eine Maschine, die Sickerwasser in frisches Trinkwasser verwandelt. Und eine Maschine, die aus Müll Essen macht. Azra: Wir haben auch einen Flohmarkt organisiert und so Geld für die Kinder in Indien gesammelt. Ich hatte die Idee, dass unsere Eltern dafür Muffins backen, die wir verkaufen. So haben wir über 200 Euro eingenommen.

Und wie kommt das Geld nach Indien?

Hiranur: Dafür hatten wir auch eine Idee! Wir haben uns verschiedene Flugobjekte ausgedacht, die Geld, Essen und Medikamente nach Indien fliegen sollen. Zum Beispiel unsere "Müllrakete".

Raffael: Das Modell dafür haben wir mit einem Teebeutel gebaut. Erst dachten wir, das schaffen wir eh nicht, das ist viel zu schwer. Aber unsere Lehrerin sagt immer: Wenn du es wirklich willst, dann kann es auch klappen.

Daniela Behr: Die gemeinsame Konstruktion der "Müllrakete" hat wirklich alle begeistert - mich auch. Von da an waren wir alle für das Projekt entflammt.

3. Platz: Lise-Meitner-Gymnasium Hamburg

Was war eure Idee für eine bessere Welt?

Samuel: Wir haben ein Modell für eine E-Tastatur gebaut. Damit kann man Strom sparen.

Johannes: Und auch indirekt Strom erzeugen! Wir sitzen ja eh alle dauernd am Computer - das wollten wir nutzen.

Wie habt ihr als Klasse zusammengearbeitet?

Jakob: Wir haben zuerst Ideen gesammelt und dann darüber abgestimmt, welche Idee am besten ist.

Sarah: Dann haben wir Gruppen gebildet. Ein paar haben das Modell gebaut, manche haben in dem Projektheft dokumentiert, was wir machen, und eine Gruppe hat einen Werbefilm für die E-Tastatur gedreht.

Aleyne: Über den Namen für unser Projekt haben wir auch abgestimmt. Die zweite Idee neben E-Tastatur war "ESTA", das sollte für "Energiespartastatur" stehen.

Frau Kabus, Sie haben das Projekt als Lehrerin begleitet. Was hat es aus Ihrer Sicht für die Klasse gebracht, am Weltretter Wettbewerb teilzunehmen?

Anne Kabus: Sehr viel. Zunächst mussten sich alle demokratisch auf eine Idee einigen. Dann haben alle gemeinsam auf dieses eine Projekt hingearbeitet. Das hat den Zusammenhalt in der Klasse sehr gestärkt. Die Kinder haben gelernt, zusammenzuarbeiten und auch Kritik zu äußern und damit umzugehen. Es gab Hindernisse auf dem Weg, Dinge, die erst mal nicht geklappt haben, die wir dann aber gemeinsam lösen konnten - auch ein wichtiger Lernprozess.

Werden Sie nächstes Jahr wieder am Wettbewerb teilnehmen?

Anne Kabus: Auf jeden Fall! Ich habe mit meinen Kollegen schon überlegt, ob man nicht ein ganzes Schulprojekt daraus machen könnte, in dem man die verschiedenen Unterrichtsfächer zusammenbringt. Weltretten ist ja nichts, was sich auf ein einzelnes Fach beschränkt.

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